Bildeditoren und die Dateigröße
23rd of February 2008
In letzter Zeit sind mindestens drei neue Bildbearbeitungsprogramme für den Mac auf den Markt gekommen, was sicherlich auch mit den neuen Apple-APIs wie CoreImage etc. zusammen hängt.
Die meisten Reviews der "Drei" (Pixelmator, Acorn, Iris) beschränken sich auf das User-Interface und nicht die Möglichkeiten der Programme und deren Schwächen. Sehr schön dagegen die folgende Vorgehensweise:
Lukas Mathis, »Pixelmator, Acorn and Iris doing real-world tasks«:
I’ve seen a few reviews of these applications, but the reviews mostly concentrate on user interface concerns. I’d like to do something different here; Instead of simply looking at their UI, I’d like to look at how these applications handle tasks I typically do. In this review, I’ll look at three different tasks.
Da ich es eilig hatte, habe ich mir zuerst das Fazit von Lukas Mathis angeschaut:
Unfortunately, unless your needs are very basic, at this point I can only recommend Pixelmator, though even Pixelmator is not suitable for advanced image editing involving large images and many layers.
Das spiegelt so ziemlich meine Erfahrungen mit den Programmen Pixelmator und Acorn wieder. Man nehme eine typische 16-bit TIFF-Datei aus einer gewöhnlichen DSLR und starte damit eines der Programme und schaut dabei zu, wie schlecht sie sich schlagen. Da wird ewig geladen, lange gerechnet und das auch so tolle CoreImage ist meilenweit von Instant-Updates entfernt. Arbeiten mit Layern macht kaum Spaß.
Ich habe für mich befunden, dass keines der verfügbaren Programme für mich taugt. Ich hatte mich ursprünglich nach einem schlanken Bildbearbeitungsprogramm gesucht, dass sich schnell starten lässt und einfach zu bedienen ist. Für immer dann, wenn ich keine Lust habe den fetten Photoshop zu starten (Das soll jetzt kein Verriss sein).
Im Grund kann Photoshop nämlich eines wirklich gut: mit größeren Dateien umgehen und selbst auf älteren Rechnern zügiges Arbeiten zulassen. Aber Photoshop hat auch eine lange Geschichte und es wäre unfair die oben genannten Programme direkt mit im zu vergleichen, und ich denke auch, dass es nicht die Absicht der Autoren ist, eine realistische Alternative zu PS zu bieten.
Grundrauschen: (mich hatte jemand gefragt, warum ich mich ernsthaft nach einer Alternative umschaue, wo ich doch ein Photoshop-Lizenz habe. Der Grund ist einfach: Photoshop ist bei mir nicht mal eben gestartet und ist nicht immer der einfachste Weg, wenn man schnell mal eine Kleinigkeit erledigen will. Photoshop ist für mich manchmal einfach anstrengend).
The Lord of the Lambdas
02nd of February 2008
Abelson et al., The Revised Revised Report on Scheme: »The Lord of the Lambdas«:
Data and procedures and the values they amass, Higher-order functions to combine and mix and match, Objects with their local state, the messages they pass, A property, a package, the control point for a catch– In the Lambda Order they are all first-class. One Thing to name them all, One Thing to define them, One Thing to place them in environments and bind them, In the Lambda Order they are all first-class.
Quite old, but worth to quote.
(Via programming musings.)
Arc is out
31st of January 2008
Image shamelessly stolen from Paul Grahams Website.
Man mag von Paul Graham halten was man will, aber vorgestern ist etwas passiert, womit ich nicht in den nächsten zehn Jahren gerechnet hätte: PG hat eine erste sehr vorläufige Fassung von Arc veröffentlicht. Vorbei die guten alten Zeiten, in denen man Arc, Hurd und E17 in einem Atemzug nennen konnte. Ich bin erschüttert :)
Paul Graham hat mit On Lisp und seinen Essays (eines der prominentesten dürfte wohl Hackers and Painters sein), schon immer die besseren "Hacker" angesprochen. Etwas später hat er dann mit Arc seinen eigenen LISP-Dialekt erschaffen, von dem über viele Jahre nicht mehr als ein paar Schnippselchen und Ideen bekannt waren. Niemand hat damit gerechnet, dass das irgendwann wirklich kommen wird.
PG sagt selbst, dass es noch zu früh ist und man nicht genau wissen kann, wohin die Reise geht. Arc ist derzeit noch ziemlich unvollständig. So fehlt z.B. eine ordentlich Character-Code-Unterstützung, die mehr als US-ASCII bietet und selbstverständlich hängen sich daran viele auf (da sind ein paar). Wobei es vielleicht schon etwas komisch anmutet, dass die Character-Code-Unterstützung deshalb fehlt, weil PG keine Lust oder Zeit hatte, die MzScheme-Dokumentation zu lesen und die verdammte Unterstützung dafür gleich einzubauen.
Viele von Arcs Funktionen haben sehr kurze Namen (z.B. prn) und einige Konstrukte wie z.B. ein sehr idiomatisches if sind etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt keine Module, usw. usw. Natürlich gibt es Macros (unhygienische, war auch klar):
(mac n-of (n expr)
(w/uniq ga
`(let ,ga nil
(repeat ,n (push ,expr ,ga))
(rev ,ga))))
Etwas grotest ist, dass Arc derzeit auf MzScheme (→ siehe auch PLT) basiert und nicht auf Common LISP. Dadurch fehlt eine direkte CL-Anbindung und auch ein native code Compiler. Spannend fände ich eine eine Arc-Library für CL (vielleicht arc-compat), damit man all die schönen Libraries von CL verwenden kann und natürlich auch einen ordentlichen Compiler bekommt.
Jedenfalls gefällt es mir, bei der Entwicklung, sofern es denn eine geben wird, zuschauen zu können. Und vielleicht wird es den Tag geben, an dem man mit Arc schöne und sinnvolle Dinge erledigen kann. Ob PG bei der weiteren Entwicklung eine Rolle spielen wird?
Halbwahrheitspolemik
27th of January 2008
Wie schlimm es um Deutschland wirklich steht, muss sich jeder selbst fragen. Trotzdem oder gerade deshalbe bitte das folgende Audio-Bespiel aus dem law blog bitte anhören:
law blog: »Wo bleibt das Recht?«:
Was technisch an Überwachung möglich ist, das muss der Staat auch umsetzen. Und darauf sind wir auch noch stolz.
So die Auffassung unserer Bundeskanzlerin, frisch geäußert beim Wahlkampf in Osnabrück (MP 3).
Wo bleibt das Recht, Frau Merkel?
(Via law blog.)
Joel Reymont: Setting up Erlang on Amazon EC2
24th of January 2008
This post describes a project that I recently completed for a startup company. The code is proprietary and cannot be published but the company has graciously allowed me to write about my experience.
(Via Planet Haskell.)
MS Comic Finanzamt
23rd of January 2008
Neulich musste ich herzhaft lachen, als mir eine gute Freundin erzählte, dass sie sich beim Finanzamt für einen Job beworben hat (sie hat Informatik studiert). Ich wollte schon lachen, aber das hätte man mir übel genommen. Es kommt noch besser: Ein paar Tage nach ihrer Bewerbung erhielt sie Post (ein Brief eine E-Mail) vom Finanzamt, und man bat sie um Geduld lud zum Vorstellungsgespräch ein. Das wirklich schöne an dem Schreiben ist: es ist in MS Comic Sans verfasst.
Ich meine ich hätte alles erwartet, am ehesten Courier, nur nicht Comic Sans! Aber ehrlich gesagt, wem steht dieses Typo-Verbrechen besser als dem Finanzamt ;-)
Update: Wie ich zufällig gesehen habe, kann man auf BanComicSans.com verweisen und ein wenig evangelisieren.
Anschauen: Tom Kaszuba Photography
23rd of January 2008
Hier geht es lang. Tolle Farben!
(Via)